Dev Update #6: Glaube und Orden

Dev Update #6
Glaube und Orden

immer hereinspaziert Reisender,

aber leise, die Mönche dürfen gerade nicht gestört werden… folg mir schnell… ah ja, der Klostergarten, hier können wir in Ruhe reden… du möchtest etwas über den Glauben und die Orden wissen? Verstehe… nun, nichts lieber als das, denn ohne den Klerus gäbe es kaum das Mittelalter wie wir es kennen, also spitz die Ohren und sei gespannt!

Wie immer präsentieren wir euch den aktuellen Entwicklungsstand, der sich jederzeit noch ändern kann. Das gilt besonders für genaue Angaben wie Zahlen. Diese sind hier hauptsächlich als Erklärhilfe und nicht als in Stein gemeißelt anzusehen. Außerdem stellen wir hier grundlegend die rein technischen Mechaniken vor, die dann mit Roleplay belebt werden. Wir hoffen, auch dieses Mal, auf eure Meinungen, denn am Ende des Tages bauen wir diesen Server schließlich für euch, die Community, also mischt euch ein!

Orden

Nicht jeder Orden ist in den herzöglichen Ländereien zugegen, sodass man sie allein an einer Hand abzählen kann:

  • Die Benediktiner, ein schon lange etablierter Orden der den Regeln des Benediktus folgt
  • Die Zisterzienser, ein Orden der als Reformorden aus den Benediktinern entstand, sie wollen ein Leben der Lesung und Arbeit führen und sich allein von letzterem versorgen. Sie folgen wie die Benediktiner den Regeln des Heiligen Benediktus.
  • Die Kartäuser, ein eremitischer Orden der vom heiligen Bruno von Köln gegründet wurde und sich auf ein einfaches einsames Leben für Gott besinnen will. Sie folgen den Regeln des heiligen Bruno, welche von Guigo de Chastel verschriftlicht wurden.
  • Die Dominikaner, ein Bettelorden, der vom heiligen Dominikus gegründet wurde und sich vollends von persönlichem und geistlichem Besitz trennen will. Ihr einkommen soll allein durch Betteln erwirtschaftet werden. Sie folgen den Regeln des Heiligen Augustinus.

Sorgt euch nicht wenn ihr einen Orden hier nicht kennt, zu jedem werden euch ingame auch nochmal eine kleine Beschreibung und die wichtigsten Ordensregeln zur Verfügung gestellt.

Pietät

Fromme Mönche sind gute Mönche und gute Mönche generieren fleißig Pietät. Pietät ist dabei das geistliche equivalent zu Einfluss und wird wie dieser auch bei jedem Steuerzyklus abgezogen.

Jedoch gibt es die Pietät in zwei verschiedenen Formen, der Klosterpietät und der Ordenspietät.

Klosterpietät wird für ein einzelnes Kloster von den Mitgliedern des Klosters, also den Mönchen, Priestern und dem Abt, aber auch von den Mitgliedern des Gefolges, die aber nicht dem Kloster angehören, generiert.

Mit dieser Klosterpietät ist der Abt oder Dekan des Klosters dann in der Lage, verschiedene Aktionen zu tätigen, oder aber Berührungsreliquien herzustellen. Zu Letzterem später aber mehr.

Ordenspietät spiegelt die Pietät eines ganzen Ordens wieder und berechnet sich aus der Pietät aller Klöster dieses Ordens. Je mehr Pietät ein Orden hat, desto mehr Ruf bringen die von ihm abgehaltenen Messen, Segnungen und Predigten. Ab gewissen Pietätsstufen schaltet der Orden auch zusätzliche Boni frei. Direkt investiert werden kann die Ordenspietät jedoch nicht.

Die Pietätsgeneration ist durch verschiedene Tätigkeiten möglich:

  • Abschließen von Quests für den Bischof
  • Abhalten von Messen durch einen Priester (Nur an geweihten Altären möglich)
  • Abhalten von Predigten durch einen Priester (Überall möglich, bringt aber weniger Pietätsgewinn als eine Messe)
  • Abnehmen von Beichten durch einen Priester
  • Beten

Predigten und Messen bringen mehr oder weniger Pietät, je nachdem wie viele Zuhörer ihr habt, seid also ein spannender Redner und ihr werdet belohnt!

Klostergründung

Damit die Orden in den ottonischen Landen repräsentiert werden, muss es natürlich Klöster geben. Jedes einfache, gelandete Gefolge kann ein Kloster im Gefolgemenü gründen, wenn dieses nicht Vogtei, Freiherrschaft oder Grafschaft ist.

Um ein Kloster zu gründen, benötigt das Gefolge gelehrte Mitglieder, die das Gelehrten Handwerk erlernt haben, dieses kann wie jedes andere Handwerk durch Aktionen erlernt werden. Der Gefolgelehnsherr muss hierbei die Meisterstufe (höchste Stufe) erreicht haben, ein weiteres Mitglied mindestens die Gesellenstufe (mittlere Stufe) und zwei weitere Mitglieder mindestens die Lehrlingsstufe (niedrigste Stufe). 

Bei der Klostergründung kann dann vom Lehnsherren, der zum Abt wird, einer der Orden ausgewählt werden und alle Mitglieder des Gefolges die mindestens die Lehrlingsstufe erreicht haben werden automatisch Mitglieder des Klosters.

Klosterprivilegien 

Ein Kloster zu gründen und Klostermitglied zu sein bringt verschiedene nützliche Privilegien, aber auch verschiedene Einschränkungen mit sich.

Klöstern kann weder der Krieg, noch die Fehde erklärt werden, sie können beides aber selbst auch nicht erklären. Zudem sorgt das Töten eines Klostermitglieds für einen höheren Rufverlust als normal, Klostermitglieder verlieren aber auch deutlich mehr Ruf, sollten sie das fünfte Gebot brechen.

Äbte können andere Spieler, insofern sie beim Gelehrtenhandwerk die Gesellenstufe erreicht haben, zu Priestern ernennen. Ein Priester untersteht dem Kloster und generiert für es durch seine Aktionen Pietät, doch dazu später mehr.

Zusätzlich können Äbte Kirchen weihen, denn nur in geweihten Kirchen können Messen gehalten werden.

Sie sind auch in der Lage mit ihrer Klosterpietät beim Bischof z.b. einen eintägigen Fehdefrieden auszurufen.

Klöster selber besitzen eine Reihe an nur für sie auswählbaren Lehensupgrades:

  • Gehobene Brauerei
  • Reliquienschrein (Zur Herstellung von Berührungsreliquien)
  • Heiligenschrein (Bietet mehr Boni wenn an diesem gebetet wird)
  • Gehobenes Alchemielabor 
  • Kräutergarten
  • ....
Klosterstruktur

Ein Kloster ist natürlich eine Stätte Gottes und nicht eine Stätte der Anarchie, weshalb in Klöstern auch eine bestimmte Struktur existiert.

An oberster Stelle steht der Abt mit der Meisterstufe im Gelehrtenhandwerk.

Daraufhin folgt der Klosterpriester, mit mindestens der Gesellenstufe.

Schlussendlich gibt es den einfachen Mönch, mit mindestens der Lehrlingsstufe.

Mönche, die die Gesellenstufe erreicht haben, werden aber nicht automatisch zu Priestern, diese müssen immernoch vom Abt ernannt werden. 

Zusätzlich gibt es Gefolgemitglieder, die nicht Teil des Klosters sind, diesem aber trotzdem unterstellt werden und Priester, die ob Gefolgemitglied oder nicht, dem Kloster unterstellt sind.

Sollte sich eine fromme Seele dazu entscheiden, einem Kloster beizutreten, gewinnt sie dafür an Ruf, verliert aber natürlich bei einem Austritt deutlich mehr Ruf, als sie beim Eintritt bekommen hat.

Dekanat

Sollte euch als Abt euer Titel nicht reichen, könnt ihr versuchen ein Dekanat zu gründen um Dekan zu werden. 

Das Dekanat kann als geistliches Equivalent zu Freiherrschaften oder Grafschaften gesehen werden und bildet sich aus einem Kloster mit mindestens 6 zusammenhängenden gelandeten Gefolgen als Anhänger.

Anhängergefolge verlieren weniger Einfluss bzw. Pietät und der Dekan kann mit seiner Klosterpietät andere gelandete Gefolge zu seinem Dekanat hinzufügen.

Ein Dekan ist bei dem Ganzen aber nicht wie ein Lehnsherr anzusehen, sondern als der geistliche Leiter des Gebietes und spricht Recht über Geistliche im Dekanat.

Privilegien des Dekans

Nebst einem anderen Namen haben Dekane natürlich auch ein paar mehr Möglichkeiten, auf die Geschicke der Lande Einfluss zu nehmen.

Dekanen ist es möglich, mit Pietät eine einwöchige Friedensperiode in allen Ländereien auszurufen.

Außerdem besitzen sie eine der stärksten diplomatischen Waffen Ottoniens, die Exkommunizierung.

Sollte ein Spieler einen niedrigen Ruf besitzen, ist der Dekan in der Lage diesen Spieler durch das Verwenden von viel Pietät beim Bischof zu exkommunizieren.

Exkommunizierte Spieler können ohne Rufverlust niedergeschlagen werden und sollten sie der Gefolgeleiter eines gelandeten Gefolges sein, kann ihnen mit reduzierten Einflusskosten der Krieg erklärt werden.

Exkommunizierte Spieler bleiben aber nicht für ewig von der Kirche geächtet, denn ein weiterer Dekan kann eine Exkommunikation auch wieder aufheben.

Priester

Priester verbreiten das Wort des Herrn in Ottonien und halten Messen und Predigen, verheiraten ein verliebtes Pärchen oder nehmen die Beichte ab.

Um Priester zu werden muss mindestens die Gesellenstufe im Gelehrtenhandwerk erreicht sein, wonach euch entweder ein Abt oder der Bischof selbst zum Priester ernennen kann. Um von einem Abt zum Priester ernannt zu werden müsst ihr nicht in seinem Gefolge sein, seid jedoch von dem Moment der Priesterweihe an ihm und seinem Kloster unterstellt. Solltet ihr euch vom Bischof zum Priester weihen lassen untersteht ihr keinem Kloster oder Orden.

Als Priester verliert ihr wie Klostermitglieder mehr Ruf für eine Tötung, andere verlieren aber auch mehr Ruf, wenn sie euch niederschlagen.

Rechte und Pflichten des Priesters

Das Priesteramt bringt natürlich viele neue Privilegien und Möglichkeiten mit sich:

  • Abhalten von Messen in geweihten Kirchen
  • Abnehmen von Beichten
  • Durchführen von Hochzeiten
  • Predigen

Messen, Predigen und Beichten haben natürlich keinen rein kosmetischen Faktor, sondern bringen jedem Anwesenden einen Rufgewinn und dem Kloster des Priesters, sollte er einem angehören, Klosterpietät. Die gewonnene Klosterpietät ist dabei abhängig von der Anzahl der Messe- oder Predigtgänger. Priester, die einem Kloster und damit Orden angehören, sorgen für einen höheren Rufgewinn, je höher die Ordenspietät des Ordens ist. Verschlaft also nicht eure Sonntagsmesse, es lohnt sich!

Reliquien

Ob die Knochen der heiligen drei Könige oder Jesu Dornenkrone, Reliquien waren immer etwas sehr begehrtes und sagenhaftes und solche Reliquien, wie zum Beispiel den Fingerknochen des Heiligen Petrus oder das Blut der Hildegard von Bingen, könnt ihr auch in den ottonischen Landen finden.

Solch hochwertige Reliquien verwenden Äbte zur Verbesserung von Altären zur Steigerung des Rufgewinns bei Messen, oder auch, um, falls sie das Upgrade Reliquienschrein besitzen, Berührungsreliquien herzustellen, welche dem Träger einen Rufbonus beim Beten geben.

Wir hoffen euch hat dieser Einblick in die Welt des Klerus gefallen und freuen uns wie immer auf euer Feedback, ob Lob oder Kritik.

 
– Euer Ottonien Team