Roleplayrichtlinien
Die Roleplayrichtlinen sind, wie der Name sagt, keine Regeln, sondern Richtlinien. Versuche, dich so gut es geht an diese Richtlinien zu halten und andere bei Bedarf auf die Richtlinien hinzuweisen. Die Richtlinien dienen dazu, dein Verhalten im Roleplay zu lenken, ohne dich direkt in diesem einzuschränken. Du solltest also versuchen, in deinem Roleplay die Richtlinien stets im Auge zu behalten. Wenn du aber mal gegen sie verstößt, musst du keine Angst haben, direkt gebannt zu werden.
Falls du vorher noch nie mit Roleplay zu tun hattest, empfehlen wir unseren Roleplay Leitfaden zum Einstieg!
Grundlagen
- 1
Spiele einen Charakter, nicht dich selbst! Um eine angenehme Roleplay Erfahrung zu ermöglichen, solltest du dir einen Charakter ausdenken und diesen im Roleplay verkörpern. Das bedeutet auch, dass dein Charakter vielleicht Entscheidungen trifft, die du als Person nicht treffen würdest.
- 2
Trenne “In Character” und “Out of Character”. Trenne deine Erfahrungen im Roleplay von deinen echten Erfahrungen! Wenn dich jemand im Roleplay beleidigt, trifft dies deinen Charakter nicht dich. Genauso solltest du Out of Character Beziehungen zu Spielern nicht mit deinen In Character Beziehungen vermischen.
- 3
Du befindest dich immer im RP. Egal ob beim Farmen, Quests oder Aktivitäten erledigen. Wenn du Banditenlager plünderst und dich jemand fragt, was du dort machst, ist die Antwort nicht abwegig, dass du Räuber bekämpfst. Alles, was du machst, kann und sollte im RP benutzt werden.
- 4
Mittelalterliches Rollenspiel, kein Fantasy! Wir befinden uns im Mittelalter und nicht auf einem Fantasy-Server. Magier, Zwerge, Elfen und allerlei solche Sachen existieren hier nicht und sind demnach auch nicht spielbar. Aberglaube existiert jedoch schon.
- 5
Du solltest deinen Skin an die Umstände des Servers anpassen, also an die Kleidung des späten 13. Jh. oder frühen 14. Jh. Achte darauf, dass der Skin deinem Beruf und Stand entspricht, also den Lebensumständen deines Charakters. Auch solltest du davon absehen, Rüstungen auf deinem Skin zu tragen. Diese kannst du InGame als Gegenstand erhalten.
Wir empfehlen unseren Skin-Creator zur Erstellung deines Skins. - 6
Keine historischen oder fiktiv bestehenden Charaktere. Denke dir einen eigenen Charakter aus. Sehe also davon ab, wirkliche Personen, die historisch existiert haben, auszuspielen. Auch solltest du keine Charaktere aus fremden Werken übernehmen (bspw. Tyrion Lannister).
- 7
Auf Ottonien gibt es drei gesellschaftliche Stände: den Gemeinenstand, den Adelsstand und den Klerus. Welchem Stand dein Charakter angehört, wird durch die dir verfügbaren Titel (Charaktermenü) bestimmt. Hast du z.B. den Titel “Vogt” zur Auswahl, gehört dein Charakter zum Adelsstand.
Es wird erwartet, dass du deinen Charakter standesgemäß ausspielst. Dazu gehört auch, andere Charaktere gemäß ihrem Stand zu behandeln. Welchem Stand ein Charakter angehört, darf sich dein Charakter erschließen (z. B. an der interaktiven Karte oder anhand des Titels).
Verhalten
- 1
Roleplay-Miteinander: Versuche, so gut es geht, auf Roleplay von Anderen einzugehen und mit diesen zu interagieren, logge dich also nicht während einer Roleplay-Interaktion aus. Gleichzeitig solltest du andere nicht dazu zwingen, mit dir zu interagieren, wenn diese offensichtlich nicht mit dir interagieren wollen.
- 2
Metagaming: Das Verwenden von Wissen im Roleplay, das du außerhalb des Roleplays erlangt hast, ist zu vermeiden, denn es basiert auf Informationen, die deinem Charakter nicht zur Verfügung stehen. Natürlich hat dein Charakter aber ein Allgemeinwissen, das jeder Mensch des Mittelalters hatte. Beispielsweise wird dein Charakter wissen, wer der momentane König des Heiligen Römischen Reiches ist (Albrecht I. von Habsburg). Informationen aus dem Wiki, der interaktiven Karte, Verkündungen oder Gefolgevorstellungen stellen ebenso Allgemeinwissen dar.
Weitere Beispiele sind: “Verkauft der NPC-Händler in Holdern noch die Ware?“ – kein Meta
„Ey, bei uns sind gerade Leute aus dem benachbarten Lehen und wollen uns angreifen, kommt mal schnell online“ – Meta
Ihr dürft euch jedoch OOClich für RP verabreden und bspw. Ort und Zeit absprechen, das ist kein Meta. - 3Power-RP: Power-Roleplay bezeichnet das Erzwingen von unumkehrbaren Handlungen eines anderen Charakters, ohne ihm Ausweichmöglichkeiten zu geben. Beispiel: *hackt ihm beide Hände ab* Solche schwerwiegenden Handlungen sollten, wenn überhaupt, abgesprochen sein mit der anderen Person.
- 4
Leben achten: Nur weil du wiederbelebt wirst, solltest du nicht leichtfertig mit deinem Leben umgehen. Dein Charakter sollte sich stets so verhalten, als stünde sein Leben wirklich auf dem Spiel. Meide Aktionen und Situationen, die bedeuten, deinen Tod in Kauf zu nehmen.
- 5
Böses Verhalten in Maßen: Versuche dich im Roleplay nicht absolut böse zu verhalten. Roleplay ist ein Miteinander und alle sollten an einer Roleplay-Interaktion Spaß haben. Natürlich darfst du trotzdem „böse“ Handlungen durchführen, wie andere Spieler zu überfallen oder Ähnliches, achte aber darauf, dass diese auch einen Mehrwert aus der Interaktion herausziehen.
- 6
Mittelalterliche Gesellschaft: Versuche dich so gut es geht an mittelalterliche Gesellschaftskonventionen zu halten, das betrifft das Rechts- und Ehrverständnis, aber auch allgemeine Ansichten auf die Welt, Politik usw.
- 7
Passe deine Sprache der Zeit an. Jugendsprache, wie z.B. “Digga” oder “Goofy”, ist zu vermeiden. Gesiezt wird auch nicht. Die ranghöheren Personen und den Klerus sprichst du mit “Ihr” an. Dir ebenbürtige Personen duzt man.
- 8
Ganzkörper-Verschleierungen ändern an deiner Erkennbarkeit nichts.
PvP
- 1
PvP ist Teil des Roleplays, Ottonien ist jedoch kein reiner PvP-Server. Eine PvP Aktion sollte immer gut überdacht sein, und wenn möglich vermieden werden. Versuche alle Konflikte zunächst ohne aktives Kämpfen mit anderen Spielern zu lösen, und erst wenn es wirklich hart auf hart kommt, zur Waffe zu greifen. Schließlich solltest du auf dein Leben achten, und ein Kampf beinhaltet immer ein Risiko für dieses.
- 2
PvP muss immer aus einer direkten Rollenspielsituation mit den beteiligten Parteien entstehen. Eine Chatnachricht, die deinen Angriff ankündigt, ist nicht zwangsläufig nötig.
z.B.: Du brichst in ein Lager ein und musst daher damit rechnen, dass man dich gewaltsam daran hindert.
Du forderst jemanden auf dein Dorf zu verlassen und er folgt deiner Anweisung nicht. Gleichzeitig darfst du natürlich nicht jedem grundlegend verbieten dein Lehen zu betreten. - 3
Überfälle und Hinterhalte sollten für beide Parteien einen RPlichen Mehrwert bieten. Du solltest den Forderungen des Räubers entgegenkommen, um deine Wahrscheinlichkeiten unversehrt aus der Situation zu kommen, zu erhöhen. Als Räuber solltest du deinen Gegenüber am Leben lassen, wenn deinen Forderungen nachgegangen wird.
Versetze dich bei deinen Forderungen in dein Gegenüber hinein. Niemand wird dir sein Lager öffnen. - 4
Wenn du jemanden verfolgst, musst du damit rechnen, dass dieser Verstärkung bekommt. Als Verfolgter musst du auch damit rechnen, dass dein Verfolger Verstärkung bekommt.
- 5
Es ist nachvollziehbar, dass das Opfer im Rollenspiel frustriert sein kann. Jedoch kann aus jeder Situation Rollenspiel geschöpft werden, wenn man denn gewillt ist.
- 6
Das dauerhafte Belagern von einzelnen Spielern außerhalb von Krieg und Fehde und damit das Verwehren zu spielen, ist verboten.
- 7
Spieler dürfen ohne ihr Einverständnis nicht länger als 24 Stunden gefangen genommen werden. Mit beidseitigem Einverständnis ist eine längere Inhaftierung möglich. Aus einer Gefangenschaft kann auch RP geschöpft werden für beide Seiten. Es empfiehlt sich deinen Gefangenen RP anzubieten und als Gefangener deinen Fängern ebenso RP anzubieten.
- 8
Sollte dein Charakter ohnmächtig geschlagen werden, wachst du im nächstgelegenen NPC Ort auf. Dein Charakter kann sich an alles vor der Ohnmacht erinnern – muss er aber nicht, wenn du es im RP spannend machen möchtest. Nur du selbst entscheidest darüber, ob dein Charakter von anderen getötet, verstümmelt oder ähnliches werden kann.
Krieg und Fehde
- 1
Während eines Krieges oder einer Fehde, ist es den Mitgliedern beider Gefolge erlaubt die Mitglieder des anderen Gefolges ohne Rufverlust niederzuschlagen.
- 2
Das Nutzen der Gefolgeliste, um herauszufinden ob ein Spieler der anderen Kriegspartei zugehört, stellt während einem Krieg oder einer Fehde kein Metawissen dar.
- 3
Das Niederschlagen von Gegnern ist zu jeder Uhrzeit erlaubt und hängt nicht von der Belagerungszeit ab, die Belagerungszeit stellt eine bloße Spielmechanik dar.
- 4
Gegner dürfen auch außerhalb der Belagerungszeit belagert oder niedergeschlagen werden.


